Kaum war der Befehl entstanden sammelt sich die edle Schar Offiziere, Aspiranten und was sonst bei Hofe war, ziehn erfüllt mit Kampfbegier wohlverwahrt ins Jadrevier, und im Geiste sehn sie schon ihres Weidwerks schönsten Lohn. Has und Huhn, nehmt euch in acht denn nur Vollblut heute jagt! Doch vergeblich war die Freude, und es wurde Mittagszeit; zu der Jäger größtem Leide war kein Wildbret weit und breit; … Hier findest du den vollständigen Text vom Ellernkruglied das einen Konflikt zwischen Adel und Bauernstand humorvoll beschreibt. https://zeitpunkt.nrw/ulbms/periodical/pagetext/20116948
Der Ellernkrug um 1900 – drei Jahrzehnte nach der Belagerung Postkarte – Text verpixelt – Quelle: LLB Detmold ME-PK-16-8
Die Sonntagspost, eine Wochenzeitung aus Lemgo berichtet in Nr. 40 am 1. Oktober 1871 unter der Überschrift „Der erste Jagdtag in Lage“ über ein Geschehen am Ellernkrug. Autor ist H. Moritz aus Lage. Im Interesse des auswärtigen Publicums, und um den abenteurlichen Gerüchten, wozu die Vorgänge des ersten Jagdtages gewiß viele Veranlassung geben würden, vorzubeugen, giebt der Unterzeichnete, als Augenzeuge und Theilnehmer, nachstehend ein kurzes, wahrheitsgetreues Referat.
https://zeitpunkt.nrw/ulbms/periodical/zoom/5256780 Im weiteren Verlauf schreibt der Autor: Vergnügt und gutes Muthes gingen wir hierauf dem Jagdvergnügen weiter nach und begaben uns dann etwa gegen 2 Uhr Nachmittags, nachdem bereits die meisten Nichtjäger ruhig zu Hause gegangen, wieder nach dem Ellernkruge, um uns ein Wenig zu erquicken. Kaum waren wir 10 Minuten dort, als wir eine ganze Compagnie Soldaten mit dem Cab.= Rath v. Meisenbug und dem Gensdarmeriechef an der Spitze im Anmarsch sahen, welche in Blitzesschnelle -unglaublich, aber wahr!- den ganzen Ellernkrug in doppelter Linie umstellten und einschlossen, um ihn kunstgerecht zu belagern oder um uns gefangen zu halten; alle hatten scharf geladen und waren, wie uns versichert wurde, außerdem ein jeder mit 20 scharfen Patronen versehen.
https://zeitpunkt.nrw/ulbms/periodical/zoom/5256781 Im Regierungs= und Anzeige-Blatt vom 3.10.1871 erscheint eine Erklärung des Cabinetts-Rathes. Darin stellt C. von Meysenbug fest, daß er „am 25. September 1871 Detmold überhaupt nicht verlassen habe.“
Derselbe Text erscheint in der folgenden Sonntagspost Nr. 41 und ebenso eine „Berichtigung und Aufklärung“ durch den Autor H. Moritz.
Zeitungen aus dem Rheinland und Westfalen berichten im Oktober 1871 über das Geschehen am Ellernkrug in im kleinen Fürstentum Lippe. Bürger-Zeitung (Minden) – Der Wächter (Minden-Ravensberg) – Hagener Zeitung – Essener Zeitung – Volks-Zeitung (Essen) – Echo der Gegenwart (Aachen) – Bonner Zeitung – Bielefelder Wochenblatt
In der Plenarsitzung am 20. November 1871, brachte der nationalliberale Abgeordnete Dr. Erhardt im Reichstag eine Anfrage ein, ob dem Reichskanzler bekannt sei, dass im Fürstentum Lippe Personal des Reichsheeres zum Einschreiten gegen die eigene Bevölkerung gebraucht worden sei, und wie der Reichskanzler hierauf gegenüber der lippischen Regierung zu handeln gedenke. https://zeitpunkt.nrw/ulbms/periodical/zoom/15448325 https://zeitpunkt.nrw/ulbms/periodical/zoom/4990664?query=Erhardt
Die Sonntagspost schreibt dazu in der Ausgabe Nr. 50 vom 10.12.1871
Eine alte Postkarte führte zu den folgenden Recherchen.
Postkarte 1964
Zur Gründungsgeschichte des Diakonissenhauses in Detmold berichtet die Lippische Landeszeitung ab August 1897. Im Portal zeitpunkt.nrw ist die LZ ebenso wie andere Zeitungen aus NRW digitalisiert und online verfügbar. Die Suche nach „Diakonissenhaus“ liefert einige interessante Infos zur frühen Geschichte dieser kirchlichen Einrichtung. Ausschnitte der Texte sind nachstehend im original Wortlaut z.T. erheblich gekürzt für den interessierten Leser chronologisch zusammengefasst.
Am 19. August 1897 schreibt die Lippische Landeszeitung einen kurzen Text zur Tagung des reformierten Bundes in Detmold u.a. Eine für unser Land wichtige Angelegenheit wird auch behandelt werden, nämlich die Gründung eines Diakonissenhauses, die, nachdem die Stadtvertretung von Lage ein freundliches Entgegenkommen durch unentgeltliche Hergabe von einigen Scheffelsaat Land bewiesen hat, wohl nicht mehr in weiter Ferne liegen wird. Mit Freuden begrüßte der Bund die Gründung eines lippischen Diakonissenhauses, und stellte, wie wir gestern schon berichteten, eine jährliche Beihülfe von 300 Mk. in Aussicht.
Am 21. 9. 1897 ist zu lesen, dass sich Bad Meinberg Hoffnungen macht. Wie verlautet, hat unser Ort große Aussicht, das reformirte Diakonissenhaus, welches mit Unterstützung des reformierten Bundes in unserem Lande gegründet werden soll, zu erhalten. Mit dem Diakonissenhause ließe sich dann vielleicht ein Krankenhaus verbinden.
Am 15.2.1898 informiert Pastor C. Sauerländer in einer Anzeige. Allen denen, welche ein Herz haben für den Bau eines evangelischen Diakonissenhauses in Lippe, die herzerfreuliche und zur Nacheiferung reizende Mittheilung, daß uns heute durch Herrn Pastor Zeiß in Heiligenkirchen von N. N. ein Baustein im Werthe von 6000 Mark überwiesen ist. Dem Herrn sei Lob und Dank für diese Förderung unseres Werkes! Er segne den hochherzigen Geber und seine Gabe!
Am 19.3.1898 findet eine Tagung der Klasse Brake statt. Alle aus der Klasse waren bis auf ein durch Krankheit verhindertes Mitglied vertreten. Die erbauliche Ansprache hielt P. Meyer – Wöbbel über 1. Thess. 5, 11: „Bauet einer den andern!“ [Danach] referirte P. König – Cappel über den Stand der lippischen Diakonissenhaus-Angelegenheit. Einstimmig wurde die Resolution angenommen: „Klassenversammlung ertheilt zur Gründung einer Diakonissenanstalt in Detmold ihre freudige Zustimmung.“
Am 28.5.1898 werden Sammlungen genehmigt. Dem Vorstande des Vereins der Freunde des reformierten Bundes im Fürstenthum Lippe ist höchsten Orts die Genehmigung ertheilt worden, zum Besten eines in Detmold zu errichtenden Diakonissenhauses in jedem der Jahre 1898, 1899 und 1900 eine Hauskollekte zu veranstalten. Am 1.6.1898 erscheint ein erster Veranstaltungshinweis. Sicherem Vernehmen nach soll der Ertrag der Wohlthätigkeitsvorstellung dem Baufonds für das hier neu zu gründende Diakonissenhaus zugewendet werden.
Am 6.6.1898 erscheint eine Anzeige in der Zeitung Fest-Vorstellung zur Feier des Geburtstages Sr. Erlaucht des Graf-Regenten Ernst zur Lippe Der orchestrale Theil wird von der hiesigen Regimentskapelle unter Leitung des Kgl. Musikdirigenten Herrn Hubert, der gesangliche Theil durch den Kirchenchor und andere geschätzte Dilettanten unter Leitung des Herrn Organisten Meyer ausgeführt. Der Reinertrag ist für das hier zu erbauende Diakonissenhaus bestimmt.
Am 17.6.1898 wird das Ergebnis der Festvorstellungen mitgeteilt. Die beiden Vorstellungen zu Gunsten des hier zu gründenden Diakonissenhauses haben einen Reinertrag von 605 Mk. ergeben. Außerdem hat Se. Erlaucht der Grafregent für die Vorstellungen 500 Mk gnädigst angewiesen, so daß rund 1100 Mk. für das Diakonissenhaus erzielt sind.
4.8.1898 Ein Grundstück mit Haus in Krankenhausnähe kann erworben werden. Den Freunden der Diakonissensache … kann Mittheilung gemacht werden, daß es endlich gelungen ist, ein geeignetes Grundstück mit Haus in unmittelbarer Nähe des Landkrankenhauses … zu zu erwerben. … Bei dieser Gelegenheit muß die Zahlung des Kaufgeldes erfolgen. Einige hochherzige Geber haben schon namhafte Gaben in die Diakonissenhauskasse fließen lassen; doch reichen diese Beträge noch nicht aus. Es ist deshalb sehr erwünscht, wenn sich jetzt die Freunde der Diakonissensache – und ihrer wird es gewiß recht viele geben- bereit finden lassen wollten, durch freudige Gaben den Anfang des Werkes zu erleichtern. Lange hat man ein eigenes Diakonissenhaus gewünscht, möge nun auch die christliche Liebe sich reich und willig zeigen. Gaben nimmt Herr Dassel in Detmold entgegen.
Am 12.10.1898 und am 17.10.1898 erscheinen Aufrufe zur Kollekte
80 Diakonissen=Mutterhäuser mit 13.308 Schwestern und 4745 Arbeitsfeldern stehen in Deutschland auf dem Plan, um den vielen und schweren Nothständen zu wehren, welche am Marke unseres Volkes nagen, … Und doch: Was ist das unter so vielen? Das Verlangen nach Gemeindeschwestern, Kranken= und Lehrschwestern steigert sich von Jahr zu Jahr also, daß die vorhandenen Diakonissenhäuser den an sie ergehenden Gesuchen schon längst nicht mehr gerecht werden können, sondern wieder und immer wieder die Gesuche abweisen müssen. Es fehlt also an Diakonissen und Diakonissenhäusern zur Ausbildung derselben. … Haben die Unterzeichneten … mit vielen Gleichgesinnten sich zusammengethan zur Gründung eines Diakonissenhauses für unser Land mit dem Sitz in Detmold. Die nöthigen Grundstücke in nächster Nähe des Landkrankenhauses gelegen … sind bereits erworben. … Die hohen Behörden und die Landes=Synode haben in dankenswerther Weise sich bereit erklärt, unser Werk zu fördern Von verschiedenen Seiten sind bereits Gaben eingegangen. Ihre Erlaucht die Graf=Regentin hat gnädigst geruht, das Protektorat … zu übernehmen. Es ist uns auch mit höchster Genehmigung unseres gnädigsten Graf=Regenten zunächst für die 3 Jahre 1898 -1900 von Fürstl. Regierung die Erlaubniß ertheilt, eine Hauskollekte durch das ganze Land zu veranstalten. Diese Kollekte soll nun zum ersten Male in dem letzten Quartal dieses Jahres durch unseren Kollektanten Hüttemeier aus Hölsen eingesammelt werden. So bitten wir … unsern Kollektanten freundlich aufzunehmen. … Außerordentliche Beisteuern, Schenkungen, Vermächtnisse werden jederzeit mit Freuden in Empfang genommen. Man wolle solche unserem Schatzmeister Herrn Julius Dassel in Detmold einsenden Der Herr segne das Werk unserer Hände! Der Vorstand des Diakonissenhauses. K. Sauerländer. E. Zeiß. Doht. Sturhahn. W. Theopold. Dassel. E. Theopold. J. Dassel. K. Meyer
Am 28.11.1898 wird über eine weitere Spende berichtet. Se. Erlaucht der Grafregent ließ dem hies. Kirchenchor aus Anlaß der Beiwohnung der Oratorien-Aufführungen den Betrag von 100 Mk. überwiesen, welchen, wie das „L. B.“ vernimmt, letzterer wiederum dem Diakonissenhausbaufonds überwies.
Am 11.3.1899 wird über die Haussammlung berichtet.
Kollektant Hüttemann aus Hölsen sammelt bekanntlich zur Zeit die von Fürstlicher Regierung genehmigte Hauskollekte für das neu zu gründende Diakonissenhaus in Detmold. Derselbe hat bereits den größten Theil unsrer lippischen Gemeinden besucht außer der Gegend von Horn bis Herford rechts und links des Waldes. Der bisherige Ertrag der Kollekte beträgt laut „L. Vztg.“ 5000 Mark. Der Gesammtertrag kommt hoffentlich auf reichlich 7000 Mark. Ist doch diese Kollekte nicht auf eine Linie zu stellen mit jeder anderen Kollekte, sondern bedarf als erster Anfang einer hochwichtigen Sache besonders opferfreudiger Unterstützung. Der Plan, in Detmold ein eigenes Diakonissenhaus zu errichten, hat in vielen Kreisen unseres Landes lebhaftes Interesse gefunden. Hoffentlich werden sich auch noch die Herzen derer dafür erwärmen, die jetzt der Sache noch kühl oder ablehnend gegenüberstehen. Bekanntlich ist schon ein geeignetes Haus, welches zur Aufnahme der Diakonissen dienen soll, in unmittelbarer Nähe … gekauft worden.
Das hier am 1. Juli zu eröffnende Diakonissenhaus erfreut sich allseitig einer großen Unterstützung. An barem Gelde sind bisher rund 24000 M. für dasselbe eingegangen, außerdem hat sich, wie wir hören, der Vaterländische Frauen=Verein bereitwilligst erboten, die gesammte Wäscheausstattung zu liefern und von anderer Seite sind noch drei Betten gestiftet.- Die Leitung des Diakonissenhauses übernimmt Herr Pastor Meyer in Wöbbel.
21.6.1899 Wie verlautet, ist zur ersten Leiterin des lippischen Diakonissenhauses die Schwester Marie Krecke aus Salzuflen bestimmt worden.
Am 24.6.1899 erscheint ein Sachstandsbericht Voraussichtlich wird am 7. Juli d. J. die Eröffnung und Weihung des ev. Diakonissenauses in Detmold stattfinden. Dann hat das Lippische Land wiederum eine Wohlthätigkeits=Anstalt erhalten, die zweifellos von sehr großem Segen für das ganze Land ein wird. In diesem Diakonissen=Mutterhause werden Diakonissen ausgebildet werden, die ausschließlich für Lippe Verwendung finden sollen und zwar in erster Linie zum Dienst für Arme und Kranke des Landes. Lippe wird dann unabhängig von auswärtigen Diakonissenhäusern, und je mehr wohlthätige Spenden und Beiträge man dem Hause zuwendet, desto mehr Diakonissen können in ihm ausgebildet werden. …
Das Diakonissenhaus 1899 – Lippischer Kalender 1950
8.7.1899 Bericht zur Einweihungsfeier Gestern nun konnte man den schönen Tag der Einweihung begehen. Daß auch Se. Erlaucht, der Graf=Regent nebst hoher Familie anwesend war, ist ein Zeichen dafür, daß hochderselbe der Diakonissenhaussache ein sehr lebhaftes Interesse entgegenbringt. Es ist nur zu wünschen, daß das neue Diakonissenhaus, das aus kleinen Anfängen heraus sich entwickelt und ausbreitet, Vielen zum Segen wird, hier in unserem engeren Heimathlande.[…] Nach Absingen des Liedes „Ich bete an die Macht der Liebe,“ hielt Herr Pastor von Bodelschwingh die Weiherede. Er that dies in seiner bekannten herzlichen Weise. Mit rührenden Worten übergab er dem Diakonissenhause sowie dem Leiter desselben die Schwester Marie aus dem Mutterhause Sarepta=Bethel.
19.7.1899 Das Fürstenhaus weilt in Schieder Die höchsten Herrschaften werden Anfang nächster Woche nach hier zurückkehren. An der Spitze des heutigen „Amtsblattes“, erläßt Ihre Erlaucht die Graf=Regentin einen längeren Aufruf für das Diakonissenhaus, in welchem es zum Schlusse heißt: „Ich hege die feste Zuversicht, daß der Wohlthätigkeitssinn, der unser Land in so hohem Maße auszeichnet, sich auch in diesem Falle bewähren wird. Lasset uns Gutes thun und nicht müde werden!- Möchte unser liebes Diakonissenhaus ein Denkmal werkthätiger opferfreudiger Nächstenliebe im wahren Sinne des Wortes werden.“ Schloß Schieder, den 15. Juli 1899. Karoline.
21.7.1899 Ein großes Gartenfest Zum Besten des Diakonissenhauses hierselbst wird unter dem Protektorate Ihrer Erlaucht der Grafregentin im September ein großes Gartenfest im Fürstlichen Palaisgarten stattfinden und zwar in ähnlicher Weise, wie die vor zwei Jahren im August auf dem Schloßplatze zum Besten des evangelischen Vereinshauses abgehaltene italienische Nacht. Weiter wird ein Bazar im Palais selbst damit verbunden sein. Die Vorbereitungen werden bereits getroffen. 25.9.1899 Wohltätigkeitsfest im Marstall 4.10.1899 Konzert in Blomberg
4.11.1899 … des gestrigen Wohlthätigkeitskonzertes im Fürstlichen Theater ist heute bereits in Höhe von 762 Mark an den Vorstand des Diakonissenhauses abgeführt worden.
Am 13.3.1900 wird berichtet, dass für das Haus ein Anbau notwendig sei.
25.4.1900 Die Leitung des Diakonissenhauses giebt unter dem Titel „Tabea“ vierteljährlich Mittheilungen heraus. Aus der vor einigen Tagen erschienenen zweiten Nummer theilen wir aus der Chronik des Hauses Folgendes mit: Die Zahl der Probeschwestern, die ursprünglich 12 betrug, ist bis Anfang April dieselbe geblieben. Der Riß und der Kostenanschlag zu dem am 22. März begonnenen Anbau ist von Herrn Baurath Krohn unentgeltlich angefertigt worden. Die Ausführung des Baues ist dem Maurermeister Kampmann als Mindestordernden unter Leitung des Bauraths Petri übertragen und als Termin der Fertigstellung des Hauses der 1. Oktober d. Js. festgesetzt.
Größer als das ursprüngliche Diakonissenhaus ist der erste Anbau am Diakonissenhaus Bild ohne Quellenangabe
Am 31.5.1900 erscheint eine öffentliche Ehren-Erklärung. Die Beleidigung, die ich gegen die Familie Weder Lageschestraße Nr. 115 ausgesprochen habe, erkläre ich hiermit für erlogen. Nehme meine Aussagen reumüthig zurück und bezahle 10 Mk. Sühne an das hiesige Diakonissenhaus.
1.6.1900 Beim Diakonissenhaus-Erweiterungsbau hierselbst wird voraussichtlich heute das Richtfest stattfinden. Das Diakonissenhaus liegt bekanntlich in nächster Nähe des Landkrankenhauses (welches jetzt auch durch einen Neubau vergrößert wird), weil die Diakonissen im Landkrankenhause in der Krankenpflege ausgebildet werden. Das bisherige kleine Diakonissenhaus bot aber nicht mehr Raum genug für alle eingetretenen Schwestern. Hoffentlich wird nun bald dem Raummangel durch den Erweiterungsbau soweit abgeholfen, daß alle neu angemeldeten Schwestern darin aufgenommen werden können. Durch Ausbildung möglichst vieler Schwestern wird es dann auch um so eher möglich sein, verschiedene neue Stationen des Landes mit Diakonissinnen zu versorgen.
16.10.1900 Jahresfest des Diakonissenhauses und Einweihung des Neubaues. Wie schon im Anzeigentheil dieses Blattes bekannt gemacht ist, findet Mittwoch, den 17. d., das Jahresfest des Diakonissenhauses, verbunden mit Einweihung des Neubaues, statt. Bekanntlich war seiner Zeit das Begemann’sche Haus an der Hofstraße mit dem Nachbargrundstück angekauft, um hier in kleinem Umfang die die Ausbildung von Diakonissen zu beginnen. … es erhebt sich nun auf der in Aussicht genommenen Stelle ein einfacher und doch schön und geschmackvoll gehaltener Bau mit der in großen Lettern angebrachten Inschrift: „Diakonissenhaus“ Hier wird in den neu geschaffenen Räumen die Festfeier stattfinden, zu welcher auch die Erlauchten Herrschaften ihr Erscheinen zugesagt haben. 18.10.1900 Die Einweihungsfeier verlief in würdigster Weise 18.12.1900 Ende der Berichte, die derzeit bei zeitpunkt nrw zu finden sind.
Das Diakonissenhaus um 1905 – Die Erweiterungsbauten sind gut zu erkennen Bild ohne Quellenangabe Diakonissenhaus 1949 – Lippischer Kalender 1950Ehemaliges Diakonissenhaus im Jahr 2025
Zum Jubiläum gab es ein Buch des Historikers Burkhard Meier Das Evangelische Diakonissenhaus Detmold: ein Jahrhundert in Berichten, Bildern und Dokumenten Es ist in der LLB unter der Signatur ZXIO 120 zu finden.
Etwas böig war der Wind am späten Nachmittag des zweiten Tages im April 2025. Die erst vorwenigen Monaten gereinigte orange Kugel schwebt, gehalten von vier Seilen, über dem vom Kraut befreiten und neu bepflanzten Kreisverkehr im Norden von Detmold.
Ist es eine zu starke Windböe die zwei der vier Halteseile reißen lässt? Niemand ist in der Nähe und kann darüber Auskunft geben. Aber so kommt auch niemand zu Schaden als die Kugel, jetzt an zwei Seilen hängend, in ausladende Pendelbewegung kommt.
Aufmerksam und vorsichtig wird der Kreisel nach der nächsten Grünphase der Ampel am Nordring umfahren. Mindestens ein Autofahrer erkennt die Gefahr und alarmiert die Feuerwehr Detmold.
Sanft schwingt die Kugel in der Abendsonne wie auf einem kurzen Video zu sehen ist. Hinweis: Link wird in neuem Tab geöffnet! Anmeldung bei facebook ist nicht erforderlich!
Der Kreisverkehr wird gesperrt, die beiden verbliebenen Seile werden gekappt und die Kugel von der Feuerwehr mit Spannbändern am Boden gesichert.
Die Kugel in der Morgensonne am wieder freigegebenen Kreisverkehr
Ein Foto von der noch ungesicherten Kugel stellt mir der Pressesprecher der Feuerwehr Detmold zur Verfügung.
Die Kugel am 2025-04-02 kurz vor 19:00 – Foto: C. Riecks Mit Spannbändern gesicherte Kugel am 2025-04-17
Schon einmal lag die Kugel am Boden als die Halteseile dem Orkantief Jeanett am 27. Oktober 2002 nicht standhalten konnten. Den Bericht dazu kannst du hier lesen. https://ln-1.de/2022/10/kugelplastik/
Feuerwehr, Landeszeitung und WDR berichten über der Fall.
In der vergangenen Nacht wurden von Unbekannten die Sicherungsseile gekappt, die Kugel rollte die Straße hinab, stieß gegen eine Laternenpfahl, rollte über die Nordring-Kreuzung und blieb auf der anderen Straßenseite im Straßengraben liegen.
Zum Glück ist niemand zu Schaden gekommen!
Fotos von diesem Unglück und der Bergung der Kugel darf ich mit OK von Feuerwehr Detmold und THW Detmold verwenden.
Feuerwehr Detmold – Marco SchweigerBergung der Kugel durch das THW – Foto: THW Detmold
Hier sind die Links zu den Presseportalen von Feuerwehr und THW.
2025-05 Nachtrag Die Kugel befindet sich mittlerweile im Kugellager, einem Bereich auf dem Bauhof, gelagert auf dem quadratischen Balkenrahmen, der extra für den Transport angefertigt wurde. Da liegt sie stabil und aufgrund des tief liegenden Lagerplatzes kann sie von dort nicht weggerollt werden.
Die Kugel im Kugellager
Am 2025-05-13 schreibt die LZ in der Überschrift von einer tonnenschweren Betonkugel, weiter unten im Artikel schreibt die Redakteurin von einer rund 4,5 Meter großen Stahlkugel.
2025-05-13 Landeszeitung
Ohne Antwort blieb die Bitte an die Redakteurin! Rechnen Sie nur mal überschläglich: Dazu benötigen Sie nur die Volumenformel der Kugel sowie die Dichte von Beton. Das kann also keine massive Kugel sein. Eine Hohlkugel aus Beton? Die wäre bei wenigen Zentimeter Wandstärke kaum zu fertigen.
2025-07 Nachtrag Aus der Pressemitteilung der Stadt Detmold vom 2025-07-02 Die von der Künstlerin Gabriele Staarmann geschaffene „Rote Kugel“ wird künftig wieder im Stadtgebiet von Detmold präsent sein. Bürgermeister Frank Hilker, Gabriele Staarmann, Kämmerin Dr. Miriam Mikus und Corinna Rox, Leiterin des Fachbereichs für Kultur-, Tourismus und Marketing der Stadt Detmold, haben jetzt über das weitere Vorgehen gesprochen. … Nachdem die Kugel am 11. Mai gesichert worden war, hatten die Künstlerin und die Stadt Detmold vereinbart, gemeinsam über das weitere Vorgehen zu beraten. Dazu fand jetzt ein Termin im Detmolder Rathaus statt. Künstlerin und Bürgermeister waren sich dabei schnell einig, dass das Kunstwerk an anderer Stelle in Detmold wieder errichtet werden soll. Wie bei der ersten Installation im Jahr 2002 soll die Kugel für den Aufbruch in etwas Neues stehen. Wie und wo genau das Kunstwerk präsentiert wird, werden sich Gabriele Staarmann und der Verwaltungsvorstand über den Sommer überlegen, danach werden die Gespräche fortgesetzt. Die Pylonen, die die Kugel am Kreisel der Richthofenstraße gehalten hatten, sollen an Ort und Stelle mit einer neuen Installation versehen werden. Auch dazu will man gemeinsam neue Ideen und Konzepte entwerfen.
2025-12 Nachtrag Comeback für die rote Kugel
so lautet die Überschrift zu einem Artikel in der LZ am 2025-11-29. Dort ist u.a. zu lesen:
Die Stadt hat zusammen mit der Künstlerin einen neuen Standort gefunden. … Die markante Kugel [soll] den geplanten Kreisverkehr am Eingang zum neuen Gewerbegebiet „Alte Ziegelei“ in der Nähe der Bielefelder Straße zieren. … Die Integration des Kunstwerkes [kann] von Anfang an sicher geplant werden. Die Gefahr eines erneuten Wegrollens lässt sich so direkt bauartbedingt ausschließen.
Das wäre jedoch mit einer minimalen Umgestaltung am bisherigen Standort durch eine waagerechte Nivellierung der Mittelinsel im Kreisverkehr auch möglich gewesen. Aber bei der „schwebenden“ Kugel soll auch ein nochmaliges Fallen verhindert werden. Daher wird die Kugel auf dem noch zu bauenden Kreisel auf der Bielefelder Straße einfach eingegraben. Die Kugel wird „eingetieft“ so formuliert es der Pressesprecher der Stadt im Lokalzeit OWL Interview am 2025-11-28. Wie tief die Kugel im Boden verschwinden wird, damit sie nicht wegrollen kann, ist bisher nicht bekannt.
Dieses Straßenschild wird es in Detmold nicht geben denn im November 2024 wurde im Ausschuss für Stadtentwicklung beschlossen den Segelflugpionier Wolf Hirth nach mehr als 65 Jahren nicht weiter durch eine Straßenbenennung zu ehren.
Aber noch ist das fehlerhafte Straßenschild im neuen Stadtquartier zu sehen und wer genau hinschaut, der erkennt auch eine kleine Veränderung! Für die Beschilderung der noch immer fehlerhaft benannten Straße wurde ein neuer Pfahl gesetzt und das alte Schild mit einer stabilen Halterung am Pfahl montiert!
Nachtrag 2025-09-23 Zehn Monate sind vergangen seit ich im Stadtentwicklungsausschuss Detmold für die Beibehaltung und Korrektur des Namens Wolf-Hirth-Straße plädieren durfte. Zehn Monate ist fast nichts geschehen, lediglich die Masten für die Straßenschilder wurden erneuert. Seit einigen Tagen trägt die Straße jetzt einen Doppelnamen!
Anhand der Farbe ist schon zu erkennen: Das ist keine offizielle Bezeichnung der Stadt Detmold! – Sie wird allenfalls geduldet.
Es war eine private Initiative, die Benennung eines kleinen Platzes an der Grabenstraße in Detmold um die lagjährige Arbeit der Architektin Elisabeth Steichele zu würdigen.
Die Architektin und Stadtplanerin Elisabeth Steichele war von vom Februar 1971 bis März 1997 als stellvertretende Leiterin des städtischen Planungsamtes in Detmold tätig und hat sich für den Denkmalschutz und den Erhalt wesentlicher Gebäude der Innenstadt von Detmold eingesetzt.
Sie pflegte Kontakte zur der Bürgeraktion Stadtsanierung und kann als Retterin der historischen Innenstadt bezeichnet werden.
Wer die gigantischen Pläne aus den 1970er Jahren des Stadtplaners Spengelin aus Hannover gesehen hat, Umgehungsstraße, vierspurige Straßen, Abriss ganzer Quartiere, … kann und muß die Arbeit von Frau Steichele, die auch immer wieder gegen viele Widerstände aus der Stadtverwaltung ankämpfen musste, hoch einschätzen.
Frau Steichele erarbeitete den ersten städtebaulichen Rahmenplan, die Stadt beteiligte sich am Bundeswettbewerb „Stadtgestalt und Denkmalschutz im Städtebau“ und gewann damit eine Goldmedaille.
Im September vor 10 Jahren verstarb Retterin der historischen Innenstadt. Warum haben die verantwortlichen und zuständigen Damen und Herren von Verwaltung und Rat diesen Jahrestag nicht genutzt um die für Detmold doch so bedeutende Stadtplanerin mit der offiziellen Benennung eines Platzes oder einer Straße zu ehren?
Danke an die Initiatoren der privaten Initiative die diese Ehrung sebst in die Hand genommen haben.
Hier findest du den Elisabeth-Steichele-Platz.
Quellen: Bürgerfunk Detmold, kein Rundfunk sondern eine Webseite, … Dort konnte man durch intensive Suche einen Veranstaltungshinweis der VHS oder des Stadtarchiv zum Thema Stadtsanierung finden. Aus der Zettelkiste: Ein Artikel aus „Lippische Landeszeitung“ (leider ohne Datumsnotiz) Traueranzeige der Stadt Detmold aus September 2014 OSM Kartenausschnitt
In meinem Beitrag https://ln-1.de/2022/07/minensuchboot/ konntest du zum Minensuchboot „Detmold“ lesen. Im Bildarchiv der LLB findet sich dazu ein schönes Bild von der Besatzung auf der Rathaustreppe.
Matrosen des Minensuchboots „Detmold“ auf der Rathaustreppe, 1960 LLB BA DT-35-23
Sicherlich fällt dir auf, dass sich unter der Rathaustreppe der Eingang zum städtischen Verkehrsamt befand. Umbauten und Renovierungen des Rathauses waren und sind auch immer mit Änderungen der Nutzung der Räume verbunden. Interessant ist die im Laufe der Jahre wechselnde Nutzung insbesondere im repräsentativen Eingangsbereich an der Frontseite des Rathauses. Ein Foto von 1925 zeigt den damaligen Bürgermeister Heinrich Röhr bei einer Ansprache auf der Rathaustreppe. Im Rahmen der Hermannsfeier sind Turner vor dem Rathaus angetreten.
LLB Detmold BA DT-41-55
Unter der Rathaustreppe befand sich der Eingang zur Polizei Wache. Im Bildarchiv der Stadt Detmold gibt es eine Postkarte aus den 1930 Jahren.
Postkarte 1930 Detmold, DT BA, 948
Die Polizeiwache befand auch in den 1930er Jahren unter der Rathaustreppe. Weitere Fotos aus der Zeit bis 1945 sollen auf dieser Seite nicht zugängig gemacht werden.
Rathaus mit Polizeifahrzeugen – Sammlung Hibbeln Stadtarchiv Detmold, DT BA 3664 ca 1950
Die Datierung durch das Stadtarchiv „ca. 1950“ ist nicht korrekt. Der VW-Käfer mit nicht geteilter Heckscheibe wurde erst ab 1953 gebaut. Links im Bild ist ein Schild „Frauen“ zu lesen. Viele Detmolder erinnern sich an die öffentlichen Toiletten im Rathausuntergeschoss, die bis Ende der 1970er Jahre für nicht immer angenehme Luftqualität zwischen Rathaus, Marktkirche und Schlosspassage führte. Die Vorgaben zur Barrierefreiheit wurden beim folgenden Umbau beachtet und die öffentlichen Kellertoiletten wurden beseitigt.
Foto 1950 – LLB BA DT-63-7
Direkt neben der Polizeiwache residierte die Städtische Sparkasse. Die Detmolder konnten hier ganz beruhigt ihre Ersparnisse aufbewahren.
DT BA 1170 1960er Jahre, Fotograf: Fritz Ostmann, Detmold
Auf diesem Bild aus den 1960er Jahren ist eine kleine Modernisierung der Polizeiwache zu erkennen. Der schnörkelige Schriftzug ist durch moderne Versalien ersetzt. Das Foto entstand vor dem Besuch der „Detmold-Matrosen“ und damals durfte noch direkt vor dem Donop-Brunnen geparkt werden.
Rathaus mit Verkehrsamt 1976 – BA DT-5-38
Nach dem Umzug der Städtischen Sparkasse (wann und wohin – wer kann diese Fragen beantworten?) zog das Städtische Verkehrsamt in die Räume ein und ist auch heute nach erneuter Renovierung dort zu finden.
Foto 1977 – Stadtarchiv Detmold, DT BA 2568
Der bisherige Eingang zum Verkehrsamt wurde zurückgebaut; Rathausbesucher konnten von hier barrierefrei in das Rathaus gelangen. Zu erkennen sind auch die Schaukästen für den Aushang der Amtlichen Bekanntmachungen. Die öffentlichen Toiletten befinden sich weiterhin im Untergeschoss und sind nicht barrierefrei zu erreichen.
Rathaustreppe 2024
Dieser Mangel wird in der folgenden Umbauphase beseitigt.
Und seit einigen Jahren befindet sich unter der Rathaustreppe direkt unter dem repräsentativen Eingang zum Rathaus eine öffentliche Toilette! Die Schaukästen für die amtlichen Bekanntmachungen befinden sich weiterhin am gewohnten Platz. Der interessierte Bürger muss allerdings aufpassen, dass ihm die Automatiktür beim Studium der Bekanntmachungen nicht in den Rücken schlägt. Mit einem kleinen Schild auf der Toilettentür wird auf den Aufzug an der Rathausrückseite für den behindertengerechten Zugang zum Rathaus wird hingewiesen.
1949 wird ein außergewöhnlicher Wasserturm in Detmold gebaut. Im Gegensatz zu den Türmen mit kreisförmiger Grundfläche ist dieser Wasserturm ein quaderförmiges Gebäude mit Walmdach. Geplant wurde das Gebäude vom Detmolder Architekten Alfred Maiborn. Zu Beginn der 1950er Jahre wurden viele neue Wohnungen für die Mitarbeiter der von Minden nach Detmold umgesiedelten Bezirksregierung errichtet. Zur Sicherstellung der Wasserversorgung der Innenstadt wurde hier vorausschauend der Wasserbehälter errichtet. Auf einem Modell zum Bebauungsplan ist der Turm als kleiner Quader eingesetzt. Interessant ist die geplante Bebauung mit Pensions- und Hotelgebäuden und auch der Hinweis „Weitsicht“.
LLB Detmold BA DT 17 34
Wer die Idee für ein Restaurant und Cafe hatte geht auch aus der Jubiläumsschrift 100 Jahre Zentrale Wasserversorgung in Detmold aus dem Jahre 2000 nicht hervor. Im Sommer 1950 wurde die Gastronomie eröffnet und viele ältere Detmolder erinnern sich an den einen oder anderen Besuch auf dem Papenberg. In der örtlichen Presse wurde das neue Ausflugsziel lobend erwähnt. In einem kleinen Artikel berichtet die „Freie Presse“ im Juli 1950 von der Eröffnung eines Cafes im Obergeschoss des Wasserbehälters.
Im Archiv der LLB und ebenso im Stadtarchiv finden sich einige Bilder vom Wasserturm und erinnern an bessere und schönere Zeiten.
Wasserturm Papenberg und Turmcafe 1951 Foto: Stadtarchiv Detmold, DT BA 24, Tjeerd de Jong Posthumus, Detmold, CC BY-NC-ND 4.0
Im Erdgeschoss befand sich ein Restaurant und es gab auch eine Außengastronomie wie auf diesem Bild zu sehen ist.
LLB Detmold ME-PK-16-117LLB Detmold ME-PK-16-118
Den Charme der 50er Jahre versprüht das Bild mit der Innenansicht. Bei der LLB sind auch Fotos der Restaurantküche archiviert. Ein Bild vom Technikraum ist bisher in keinem Archiv zu finden. Das bekannte und beliebte Turmcafe wird am 4. Juli 1964 wieder eröffnet. So der Text einer Anzeige in der LZ vom gleichen Tage. Daraus kann ja nur gefolgert werden, dass das schöne Ausflugsziel geschlossen war. Wer kann dazu eine Auskunft geben? Wenige Jahre später ist das Cafe schon wieder Geschichte und im September 1971 eröffnet ein Nachtclub seine Pforten der jedoch auch nach wenigen Monaten keine Anzeigen mehr veröffentlichte und aus dem Detmolder Nachtleben verschwand. Irgendwann verkauften die Stadtwerke den Wasserbehälterbau weil er für die Sicherstellung der Wasserversorgung nicht mehr erforderlich war, an eine Privatperson. Das Gebäude steht angeblich unter Denkmalschutz ist in der aktuellen Liste der Baudenkmale jedoch nicht aufgeführt. Bei einer Wanderung rund um das LWL Freilichtmuseum kommst du vorbei am ehemaligen Wasserturm und Turmcafe auf dem Papenberg. Das Grundstück ist verwildert, der Zugang verboten und das Gebäude sieht von Jahr zu Jahr maroder aus. Bei der Suche nach weiteren Informationen zum Turmcafe findet sich ein „highlight“ bei komoot.
Formuliert da jemand einen Wunsch oder war bzw. ist das eine der unverwirklichten Projektideen der lokalen Wirtschafts- und Tourismusförderer?
Quellen: Stadtwerke Detmold, 100 Jahre Zentrale Wasserversorgung Zeitungsarchiv und Bilddatenbank der LLB Detmold Bildarchiv im Stadtarchiv Detmold und Deutsche Digitale Bibliothek Lippische Landeszeitung vom 2020-05-27 Header-Foto: Yvonne Glandien https://www.komoot.de/highlight/1072062
Nachtrag: 2024-05-12 Dem 1954 in Detmold gegründeten Kammerorchester Tibor Varga diente der Turm bis 1988 als Probenraum. Das Detmolder Kammerorchester nutzte als nachfolgendes Orchester die gut geeigneten Räumlichkeiten. (Ende des Nutzungsvertrages vermutlich 1994) Der Turm wurde 1989 verkauft und steht seit 1994 leer. Danke an chridori für diese Hinweise.
Als vor 150.000 Jahren die vorletzte Eiszeit ihre größte Ausdehnung erreichte, lag auch über dem heutigen Lipperland eine mächtige Eisdecke. Mit dem Eis gelangten kleinere und größere Steine aus Skandinavien bis an die Mittelgebirge. Die südlichste Ausdehnung der Gletscher wird als Feuersteinlinie bezeichnet https://www.kristallin.de/Glazialbedeckung.htm
In Detmold gibt es einen großen Granitblock als Zeugen der Eiszeit. Du findest ihn in Jerxen-Orbke im Tal des Oetternbaches unweit der Klüter Straße. Der Wegweiser und eine Infotafel sind ein schon etwas gealtert und nicht leicht zu finden. Anhand der Karte kannst du dich orientieren, folge dem Wegweiser, nach 50 m überquerst du den Oetternbach, biegst links ab, gehst 50 m flussabwärts und stehst vor dem Naturdenkmal.
Deutlich größer als der Eselstein sind die Johannissteine in Lage, von denen der größte ein Volumen von 39 Kubikmetern hat.
Schreibe einen Text über den Eselstein in Detmold und die Johannissteine in Lage als Folgen der Eiszeit. So war der Auftrag an das KI-Programm ChatGPT formuliert.
Hier die Antwort von ChatGPT:
Der Eselstein in Detmold und die Johannissteine in Lage sind faszinierende Naturdenkmäler, deren Entstehung eng mit der letzten Eiszeit verbunden ist. Während der Saale-Eiszeit vor etwa 240.000 bis 130.000 Jahren bedeckte eine mächtige Eisschicht weite Teile Europas. Die Gletscher formten die Landschaft, rissen Felsen aus dem Untergrund und transportierten sie über große Entfernungen. Diese Gesteinsbrocken wurden letztendlich vom Eis abgelagert, als das Eis schmolz. Ein solcher Findling, der während der Eiszeit von einem Gletscher transportiert wurde und dann als Ablagerung zurückblieb, ist der Eselstein in Detmold. Der Eselstein ist ein großer Sandsteinblock, der etwa 45 Tonnen wiegt und ursprünglich aus dem Teutoburger Wald stammt. Durch das Abschleifen und Polieren während des Transports erhielt der Eselstein seine glatte Oberfläche. Heute dient er als beliebtes Ausflugsziel und ist ein Symbol für die einstige Gletscherzeit. Ähnlich wie der Eselstein sind auch die Johannissteine in Lage Zeugen der eiszeitlichen Vergangenheit. Die Johannissteine sind eine Gruppe von Findlingen, die im Stadtgebiet von Lage liegen. Sie sind ebenfalls während der Eiszeit von Gletschern transportiert und dann abgelagert worden. Die größten der Johannissteine erreichen eine Höhe von ca. fünf Metern und bestehen aus Granit und Gneis. Die Steine sind seit Jahrhunderten bekannt und wurden in der Vergangenheit für verschiedene Zwecke genutzt. Heute dienen sie als Naturdenkmal und erzählen von der beeindruckenden geologischen Geschichte dieser Region. Der Eselstein in Detmold und die Johannissteine in Lage sind eindrucksvolle Beispiele für die Auswirkungen der Eiszeit auf die Landschaft. Sie bezeugen die gewaltige Kraft der Gletscher und zeigen, wie die Natur sich im Laufe der Jahrtausende verändert hat. Ein Besuch dieser beeindruckenden Steinformationen lohnt sich, um sich von der Schönheit und Einzigartigkeit dieser Naturdenkmäler selbst zu überzeugen.
Nicht alles ist korrekt in diesem Text. Vielleicht findest du den einen oder anderen Fehler.
Quellenhinweise: OpenStreetMap, Ein Dorf schreibt Dorfgeschichten, ChatGPT