Hexenstein

Auf der rechten Seite der Extertalstraße von Barntrup nach Rinteln findest du in Fütig im Siegbachtal einen kleinen Wanderparkplatz. Im Naturschutzgebiet „Tal der Exter“ beginnt dort der Patensteig, ein Rundweg durch mehrere Schluchten, die vor Jahrtausenden in der Eiszeit entstanden sind und heute von drei kleineren Bächen durchflossen werden.

Für Kinderwagen ist der Patensteig nicht geeignet! Dieser Hinweis vom Patensteigteam, einer Gruppe von Ehrenamtlern die den Steig pflegt und betreut, ist direkt am Einstieg zum „Wanderweg“ durch einige Stufen zu erkennen.

Drei Wasserfälle, je nach Jahreszeit mehr oder weniger beeindruckend, liegen am 6 km langen Wanderweg, der von Schlucht zu Schlucht über lichte Hochflächen führt und wunderschöne Aussicht über das Extertal bietet.

Der Patensteig im Extertal – Kartenausschnitt aus Land des Hermann

Unzählige Findlinge hat die Eiszeit hier zurückgelassen und bereits 1926 wurde das Gersiektal unter Naturschutz gestellt. Aus Langeweile (so die Info auf einer Hinweistafel) oder vielleicht zur Errichtung von Straßensperren wurden zum Ende des Krieges 1945 mehrere Findlinge von Soldaten der Wehrmacht gesprengt. Doch bereits schon zu Beginn der Zeit des Nationalsozialismus wurde gegen die Regelungen des Naturschutzes verstoßen! Eine Infotafel macht darauf aufmerksam.

Infotafel zum Hexenstein

Zum Namen des Findlings ist in den Mitteilungen aus der lippischen Geschichte und Landeskunde 1953 zu lesen. Dort werden Lippische Volksbräuche beschrieben.
In Gersiek bei Fütig im Extertal lag bis 1933 der über tausend Zentner schwere „Hexenstein“ (jetzt Kriegerdenkmal auf dem Kollegienplatz in Rinteln). Auf ihm tanzten die Hexen des unteren Extertales in der Mainacht. Es hieß auch, der Teufel spielte mit seinen Kujonen Karten auf der Platte („Puckfeots Skatdisk“). Unter dem Granitblock war das Gemach der Freimaurer. Beim Ersten Hahnenschrei in der Walpurgisnacht drehte er sich einmal um sich selber.

Im Lippischen Dorfkalender 1936
findest du einen Bericht zum Hexenstein.

 Achtet auf die Naturdenkmale und den Schutz der Landschaft! So lautet der Appell in einem Bericht im Mittteilungsblatt des Lippischen Heimatbundes von 1958.

Die Suche nach aktuelleren Informationen führt zu einem Bericht in der Lippischen Landeszeitung vom 2008-04-18. In diesem Zeitungsartikel wird u.a. die 1938 der in den Stein gemeißelte Text „Klagt nicht! Kämpft!“ erwähnt und die Frage aufgeworfen, ob ein Schulhof der geeignete Ort für einen solchen Stein sei.
Hexenstein ist eine schwere Last
Protest in Rinteln gegen Meierberger Findling mit Weltkriegs-Inschrift
Den Text findest du bei www.hiergeblieben.de unter dem folgenden Link.
http://www.hiergeblieben.de/pages/textanzeige.php?&id=18857

Die Schaumburger Zeitung – Schaumburg-Lippische Landeszeitung (SZLZ) berichtet am 2021-01-06 unter dem Titel:
Technische Meisterleistung: Wie der „Hexenstein“ 1933 nach Rinteln kam
Leider ist der Artikel ohne Abo nicht zu lesen.
https://www.szlz.de/lokales/schaumburg/rinteln/technische-meisterleistung-wie-der-hexenstein-1933-nach-rinteln-kam-A7AZBA5BC2767Z6E6Z5Z2AC7DA.html
Leider ist der Artikel ohne Abo nicht zu lesen, u.a. wird berichtet wie der Stein freigelegt und verladen wurde. … Dann begann ein politisches Hick-Hack; die Lippische Landesregierung wollte den Transport ins „Ausland“ nicht genehmigen. … Propagandaminister Josef Goebbels intervenierte.

Historische Bilder vom Hexenstein hat das Stadtarchiv Rinteln und stellt einige davon freundlicherweise für die Nutzung auf dieser Internetseite zur Verfügung.
Zum Dank hier ist der Link zum Universitäts- und Stadtmuseum Rinteln – Die Eulenburg.
https://eulenburg-museum.de

Vom Museum nicht weit entfernt liegt am Kollegienplatz die Hildburgschule Rinteln. Dort findest du den Hexenstein aus den Extertal.


Quellenangaben:
Digitale Sammlungen der LLB Detmold
Stadtarchiv Rinteln
SZLZ – Schaumburger Zeitung Landeszeitung Rinteln
Lippe Tourismus & Marketing GmbH – Land des Hermann

2025-09 Nachtrag
L. W., der NSDAP-Ortsgruppenleiter von Barntrup ließ 1933 einen Findling vom Meierberg als „Hitlerdenkmal“ in Barntrup aufstellen. (Info aus der SZLZ)
Zu diesem Findling gibt es einen Beitrag für den „Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten“ der Körber-Stiftung von einem Schüler der Klasse 10 vom Gymnasium Barntrup, der im Wettbewerbsjahr 1993 von der Körber-Stiftung mit einem Preis ausgezeichnet wurde.
https://koerber-stiftung.de/projekte/geschichtswettbewerb/preistraeger-innen/denkmal-erinnerung-mahnung-rgernis/der-hitlerstein-in-barntrup-zwischen-erinnerung-und-verrgernis/
http://www.westfaelische-geschichte.de/lit3363

Eisenquelle

Pivitker Wasserweg lautet der Name für eine kleine Wanderung, die dich zu einigen schönen Plätzen bringt, die dir vielleicht bisher unbekannt waren.

Du startest, wie schon so oft, am Donoper Teich, gehst jedoch von hier Richtung Kupferberg und nicht wie sonst immer Richtung Hiddeser Bent. Wenige Schritte hinter dem Staudamm des Donoper Teich verlässt du den befestigten, dir wohlbekannten Weg nach links, gelangst in das Tal des Hasselbach und kommst zu einer mit Steinen eingefassten Quelle, rotbraun ist die Färbung der Steine vom im Wasser gelösten Eisen.

In sauerstofffreiem Wasser mit niedrigem pH-Wert können große Mengen zweiwertiger Eisen-Ionen gelöst sein. Kommt solches Wasser mit Luftsauerstoff in Kontakt, oxidiert zweiwertiges Eisen zu braunem, dreiwertigen Eisenhydroxid.

Du wanderst jetzt im Tal des Hasselbach, über eine kleine hölzerne Brücke gelangst du auf die linke Bachseite. Ein Staudamm ist so baufällig, dass er nicht mehr passiert werden kann. Bald erreichst du den Hasselbachstausee mit einem Picknickplatz.

Einige Schritte nach links geht es aufwärts, vorbei am Friedhof in Richtung Stoddartstrasse, der du einige Meter folgst um dann auf einer Forststrasse bergan zu gehen. Kleine Wegmarkierungen leiten dich, mal nach links – mal nach rechts, dann stehst du an einer weiteren Staumauer. Blauer See ist der Name des Wassers, das hier gestaut wird. Du verweilst hier, geniesst die Stille um dann dem Weg weiter zu folgen Richtung Forstfrieden am Donoper Teich.

Mit Blick auf die Uhr stellst du fest, dass du ein gutes Stündchen unterwegs warst, drei Stauseen gesehen und das wunderschöne Hasselbachtal kennengelernt hast.
Im Restaurant Forstfrieden kannst du eine kurze Rast einlegen, die schönen Bilder auf deiner Kamera betrachten, einen Cappucino trinken und ein Stück Kuchen essen.
So gestärkt machst du dich auf den Weg zum nahegelegenen Parkplatz um von hier aus zu einem vierten Gewässer zu kommen. Überquere noch einmal die Staumauer am Donoper Teich, wende dich rechts und wandere entlang des Hasselbach bis zum Krebsteich.

Für deinen Rückweg gehst du vielleicht über den Panoramaweg.

Hier noch einige Infos zu den Namen der vier Gewässer.

  • Der Donoper Teich, benannt nach Kammerherr von Donop wurde im dreißigjährigen Krieg für die Fischzucht angelegt.
  • Der Hasselbach wurde 1674 zum Betrieb einer Papiermühle gestaut.
  • Blauer See und Blauer Bach haben kristallklares Wasser, die Farbe zeigt sich durch Spiegelung bei blauem Himmel.
  • Der Krebsteich wurde wegen des nährstoffarmen Wassers für die Krebszucht genutzt.

Kartenausschnitte erstellt mit TIM-online.

Hochpunkt

Auf die Frage nach dem höchsten Punkt in Detmold gibt es die Antworten: Grotenburg – Bielstein – Falkenburg.
Hier sind die Höhenangaben: 385 m – 400 m – 360 m und drei Kartenausschnitte erstellt mit TIM-online.

Grotenburg
Bielstein

Falkenburg

Drei schöne Ausflugsziele im Teutoburger Wald auf dem Gebiet von Detmold. Es sind jedoch lediglich relative Hochpunkte, den absoluten Hochpunkt findest du auf einer Wanderung mit Start und Ziel in Berlebeck am Restaurant Hangstein. Nach 200 Metern auf der Hangsteinstraße geht es links ab auf den Niedersachsenweg, den du nach ca. 300 Meter nach rechts verlässt und auf einem Forstweg bergauf wanderst.

Nach knapp 2 km erreichst du den Lönspfad am Höhenpunkt Düsterlau 414 und von dort sind es wenige Schritte in den Wald zum Detmolder Hochpunkt mit 419 Meter.

Der Hochpunkt von Detmold am Lönspfad
Der Hochpunkt war für kurze Zeit markiert.

Auf dem Lönspfad gehst du weiter zur Fürst-Leopold-Straße, auf der du nach ca. 1 km wieder auf die Hangsteinstraße gelangst. Steil bergab (Im Winter kannst du hier gut rodeln!) erreichst du deinen Ausgangspunkt und darfst dich im Cafe Hangstein mit Kaffee und Kuchen belohnen.

Kartengrundlage:
GeoBasis-DE / BKG 2020   und  Geobasis NRW – Tim-online
Datenlizenz Deutschland:  http://www.govdata.de/dl-de/by-2-0

Kegelstumpf

Windmühlenstumpf auf dem Tönsberg – Oerlinghausen

Ein schöner Ausflug zu diesem Ziel beginnt im Zentrum von Oerlinghausen. Von der Detmolder Str. geht es durch die Twete zur Himmelsleiter, einer Treppenanlage mit 243 Stufen bis hinauf zum Kammweg.

Der Blick von oben auf den Kegelstumpf und die Himmelsleiter

Über den Kammweg, den Herrmannsweg, kommst du zum Berggasthof mit seiner für die Aussicht berühmten Toilettenanlage.
Parallel zum Kammweg erkennst du auf der Karte den Philosophenweg, benannt zur Erinnerung an den Philosophen Max Weber, dessen Frau Marianne Weber eine der ersten deutschen Parlamentarierinnen war.

Wanderroute über Himmelsleiter, Kammweg, Philosophenweg und Herbergssteige

Über die Treppen der Herbergsstiege gelangst du zurück auf den Kammweg oder alternativ hinunter in die Stadt.

Kartengrundlage:
GeoBasis-DE / BKG 2020   und  Geobasis NRW – Tim-online
Datenlizenz Deutschland:  http://www.govdata.de/dl-de/by-2-0

Detmold Tiefpunkt

Tiefer geht es nicht

Kartengrundlage:
GeoBasis-DE / BKG 2020   und  Geobasis NRW – Tim-online
Datenlizenz Deutschland:  http://www.govdata.de/dl-de/by-2-0

Tiefer geht es nicht in Detmold. 110 m ermittelst du auf der Topographic-map etwas genauer sicherlich per GPS. Du hast erkannt wo dieser Punkt ist. Er befindet sich an der Stadtgrenze zu Lage im Tal der Werre.
Hier kannst du mit der Topographic-map die Region erkunden.


Hier siehst du den Tiefpunkt auf der OpenStreetMap.

www.openstreetmap.de

Dreiflussstein

Kartengrundlage:
GeoBasis-DE / BKG 2020   und  Geobasis NRW – Tim-online
Datenlizenz Deutschland:  http://www.govdata.de/dl-de/by-2-0

Der Dreiflussstein in der Nähe des Bielstein markiert einen besonderen topologischen Punkt in Detmold. An diesem Punkt auf den Höhen des Teutoburger Waldes treffen die Einzugsgebiete der drei Flüsse Rhein, Ems und Weser zusammen. Eine Wanderung zum Dreiflussstein beginnt am Haus des Gastes im Ortsteil Hiddesen und führt durch das Heidental hinauf zum Gedenkstein, der im Jahre 2009 errichtet wurde.
Auf dem GeoPortal der Stadt Detmold kannst du den Dreiflussstein im Luftbild finden.

Dreiflussstein

Bei meinem Besuch im März 2017 waren die Beschriftung aus Bronzebuchstaben auf dem Gedenkstein nicht mehr vorhanden.

Dreiflussstein

Haareis im Teuto

Haareis im Teuto

Ein schöner Spätherbsttag lädt ein zu einer Wanderung durch das Heidental, zum Bielstein hinauf, über die Fahrstrasse zurück zum Parkplatz. Die Temperatur liegt im Bereich um den Nullpunkt, für die Luftfeuchtigkeit haben wir kein Messgerät dabei.
Wir finden es durch Zufall – Haareis auf einem Stück Totholz.

interessantes und belangloses aus detmold und umgebung